„Yes, we can!“ und „Wir schaffen das!“ – Nussknacker/In

Den beiden Politikern widme ich die Skulpturen, die als Nussknacker symbolisch unterstreichen, dass sie in ihren jeweiligen Amtsperioden viele „harte Nüsse“ haben knacken müssen und noch zu knacken haben. Offen bleibt, ob sie sich an der einen oder anderen Herausforderung nicht doch noch „die Zähne ausbrechen“. Ob sie selbst ihr Versprechen: „Wir können bzw. schaffen das“ halten können ist unklar. Sicher ist jedoch, dass sie Vorlagen geschaffen haben mit denen sich die weitere Weltpolitik befassen muss.

Angi und Obama

Zum politischen Hintergrund:

Beim Rückblick in die Geschichte ist jeder Kampf, jede Herausforderung von einem Kampfruf oder Slogan begleitet, welcher Motivation und Einheit schaffen und erhalten soll.

Der Spruch Barack Obamas „Yes, we can“ ist im Zusammenhang mit der Frage wie man die großen weltpolitischen Probleme lösen, ob man Gerechtigkeit, Wohlstand und Weltfrieden schaffen könne am 8.1.2008 gefallen. Dieser Slogan schuf Vertrauen und führte zu seiner historischen Wahl zum ersten farbigen Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika. Während seiner bisherigen Amtszeit sind besonders die seit 2007 anhaltende Weltwirtschaftskrise, die nicht enden wollenden Konflikte im Nahen Osten, der Umgang mit der Häufung von Terroranschlagen durch den IS die USA sowie Europa betreffende weltpolitische Themen.

Angela Merkel ist seit dem 31.8.2015 mit dem Ausspruch „Wir schaffen das!“ im Zusammenhang mit der Flüchtlings- und Asylpolitik häufig der medialen Kritik ausgesetzt. Dieser Spruch wurde bereits von Helmut Kohl 1990 in Bezug auf die Deutsche Einheit verwendet, in dem Jahr in welchem Angela Merkel erstmals in den Bundestag gewählt wurde, und ist auch jetzt schon als „schlichter und heroischer Slogan“ und „Kernslogan der neuen Willkommenskultur“ durch die 2005 zur ersten deutschen Bundeskanzlerin gewählte Angela Merkel geschichtsträchtig geworden. Sie unterstreicht damit ihren Glauben an die großen Fähigkeiten Deutschlands und der Deutschen, die jedoch selbst an ihrer Kapazität zur Integration der nicht enden wollenden Flüchtlingswelle zweifeln. Als Regierungschefin der Europäischen Union betonte sie 2015, dass bei Versagen in der Aufgabe um eine einheitliche europäische Flüchtlings- und Asylpolitik ein Gründungsimpuls eines geeinten Europa, nämlich die Verbindung mit den universellen Menschenrechten, verloren ginge. Ob das geeinigte Europa gestärkt aus den aktuellen Krisen heraustritt oder daran zerbricht erscheint mir trotz des Votums Großbrittaniens austreten zu wollen noch offen.